Reisebericht Sarajevo

Tag 1 – Nach einem üppigen Frühstück, welches aus gebratenem Hühnchen Filet mit Salat und Kartoffel bestand. Ging es in Bascarcija, dem historischen Markt in Sarajevo. Überwältigt von den vielen Eindrücken begann ich nur langsam mit den Dreharbeiten, was sich aber schnell ändern sollte.
Das Multikulturelle Leben in der Stadt war überall zu spüren und auch zu sehen. So trugen Frauen Kopftuch oder Schleier, anderen wiederum nicht.

Tag 2 – Der zweite Tag der Reise viel Wortwörtlich ins Wasser, es regnete den ganzen Tag wodurch ich gezwungen war im Zimmer zu bleiben.

Tag 3 – Heute war es zwar noch bewölkt aber wenigstens trocken. Da ich gleich bei den ersten Einstellungen versehentlich die Amerikanische Botschaft filmte, durfte ich mit der Bosnischen Polizei Bekanntschaft machen. Der Vorfall blieb aber ohne Folgen für mich, lediglich eine Verwarnung sprach der Polizist aus. Normalerweise kostet so ein Versehen 300,- Euro Strafe.
Nach diesem Schock machte ich mich auf den Weg in Richtung Zentrum. Vorbei an alten Gebäuden aus der K&K Zeit bis zu moderner Architektur gab es alles zu sehen. Leider wurde es mir verwehrt in den Kirchen und Moscheen zu fotografieren oder zu drehen.
Vorbei an der ewigen Flamme, die an alle gefallenen Soldaten des Balkankrieges erinnern soll, führte die Straße weiter Richtung Barscarcija.

Tag 4 – Heute führte meine reine Anwesenheit vor der Amerikanischen Botschaft dazu, dass ich von den Bewachern des Gebäudekomplexes kontrolliert wurde. Einer verbot mir sogar das Filmen vom Gehsteig aus auf die andere Straßenseite. “Distance to the empassey”, war sein Argument. Es ärgerte mich zwar, anmerken durfte ich es mir aber nicht lassen.
Der Ausblick vom 36. Stock des Avaz Tower auf Sarajevo machte dies aber schnell vergessen. Im Café 35, welches sich im 35. Stock befindet genehmigte ich mir noch ein kühles Getränk, bevor es weiter in Richtung Zentrum ging.
Ohne weitere Zwischenfälle erreichte ich die Kirche von der aus sich ein guter Blick auf die Zwillingstürme bot. Wie auch schon am Vortag war die Kirche versperrt. Es war überhaupt unmöglich in einer Kirche zu Filmen oder zu Fotografieren, aus welchem Grund auch immer. Ich konnte nichts weiter machen als es Zähneknirschend zu akzeptieren.

Tag 5 – Heute lies ich mich wieder bei der Bascarcija absetzen und machte mich auf den Weg in Richtung altes Rathaus, welches sich ganz in der nähe befand. Weiter führte mich der Weg an der Miljaka entlang welche von unzähligen Brücken überquert wird. Die wohl bekannteste ist jene auf der Franz-Ferdinand erschossen und somit der erste Weltkrieg ausgelöst wurde. Bis zu dieser ging es Heute, hätte ich da schon gewusst daß ich meine Reise abbrechen muss, wäre ich noch weiter gegangen. Aber so kehrte ich nach wenigen Stunden wieder ins Hotel zurück, wo ich am Abend erfuhr, dass ich nach Hause fahren musste. Dies bietet aber den Grund ein zweites Mal nach Sarajevo zu Fahren und die Reise abzuschliessen.